CBD Öl Wirkung und Nebenwirkungen

Share on facebook
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on twitter
CBD-Vorteile-sind-ein-toller-Biohack

Die Vorteile von CBD – ist CBD ein Biohack?

Hast du schon von Cannabidiol (üblicherweise abgekürzt CBD) gehört? Es ist wohl DAS Ergänzungsmittel, welches momentan in aller Munde ist, denn es ist recht neu im europäischen Markt. Wie bei vielen neuen Ergänzungen gibt es auch bei CBD Dinge, auf die es gilt zu achten. Du findest über die Wirkung und Nebenwirkungen von CBD Öl einen Überblick in diesem Artikel.

CBD ist tatsächlich nur einer von 85 Cannabinoiden (chemische Pflanzenstoffe), die in der Cannabis Pflanze gefunden werden, neben Terpenen, Flavonoiden, und anderen Pflanzenstoffen [1]. THC, das Molekül, das einen “high” macht, gehört zur selben Familie und ist bewusstseinsverändernd. Im Gegensatz dazu wirkt CBD nicht psychoaktiv.

Ist CBD nun ein Biohack? Es scheint in der Tat vielversprechenden Dinge zu bewirken: Von der Verringerung von Entzündungen bis zur Bekämpfung von Multipler Sklerose. Ich bin definitiv davon begeistert und habe CBD als festen Bestandteil in meine Toolbox beim Biohacking eingebaut.

CBDs positive Wirkung: CBD kann die Wachsamkeit erhöhen, dir beim Schlafen helfen und dich weniger ängstlich machen

Studien zeigen, dass CBD einige interessante Dinge tun kann. CBD kann unter anderem:

  • Die Wachsamkeit erhöhen, wenn du eine geringe Dosis (15 mg)[2] einnimmst.
  • Dir helfen zu schlafen, wenn du eine etwas höhere Dosis (160 mg) einnimmst, auch wenn du unter Schlaflosigkeit leidest [4].
  • Krampfanfälle verhindern [5][6][7].
  • Soziale Ängste verringern, indem du deinen Amygdala (einen Teil deines Gehirns, der die Angst kontrolliert) beruhigst [8]. Eine hohe Dosis CBD (600 mg) verringerte auch die Angst während öffentlicher Reden [9]. Einen ausführlicheren Artikel zu CBD und Angst habe ich hier geschrieben.
  • CBD hat sogar eine deutliche Besserung der Symptome von Schizophrenie aufgezeigt [10][11].

Jüngste Forschungen an menschlichen Zellen (in vitro) legen nahe, dass CBD ein starkes Antioxidant ist [12]. CBD übertrifft hier sowohl Vitamin C als auch Vitamin E beim Schutz der Nervenzellen vor Entzündungen und oxidativen Schäden. CBD verringerte bei Ratten Hirnschäden, die durch einen Schlaganfall bedingt wurden, um 50%. Noch wissen wir nicht, ob es beim Menschen ähnlich vielversprechende Wirkung zeigen wird aber die bisherigen Ergebnisse sind faszinierend [13]. Es gibt sogar ein Forscherteam, das an einer Studie über CBD als Brustkrebs-Therapie arbeitet! Viele der CBD-Studien am Menschen sind noch klein, sodass es gilt die Ergebnisse der Studien in den nächsten Jahren weiterhin zu beobachten.

Du siehst also, warum ich mich für dieses Thema begeistere, nun wollen wir uns nicht nur die positive Wirkung von CBD Öl ansehen, sondern auch mögliche Nebenwirkungen aufzeigen.

Was du über Nebenwirkungen von CBD, Pestiziden und Düngemittel wissen solltest

Dave Asprey, bekannt als der Erfinder des “Biohackings”, hat in einem Selbsversuch mehrere Tage lang CBD in seinen morgendlichen Kaffee getestet. Diese Selbststudie zeigte, dass CBD schwere Hauttrockenheit und Hautrisse verursachte.

Womit das zusammenhängen kann? In unserer Haut sind Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 vorhanden. Der CB1-Rezeptor befindet sich auf den Nerven in der Haut, sogar auf den kleinen Nerven in ihren Follikeln, und er könnte bei der Reifung der Hautzellen eine Rolle spielen. Das könnte erklären, warum CBD eine ungünstige Hautreaktion durch Trockenheit hervorrief.

Es könnte auch ein Problem mit Pestiziden gewesen sein. Die Cannabispflanze ist kein Nahrungsmittel, aber es ist immer noch eine Kulturpflanze, und viele Produzenten besprühen diese mit Pestiziden und synthetischen Düngemitteln, um den Ertrag zu steigern. Setze deshalb auf organische Produkte (ja, es gibt organische Grasprodukte), um die unerwünschten Chemikalien zu vermeiden.

CBD ist mancherorts immer noch illegal

Wenn du mit CBD ergänzen willst, gibt es drei große Herausforderungen: wie man es bekommt, wie man es einnimmt und wie man es bezahlt.

Es ist mittlerweile recht einfach CBD in Europa zu bekommen. Du kannst online eine Vielzahl von oralen CBD-Ergänzungsmitteln finden: Tabletten, Lutschtabletten, Flüssigkeiten und Kapseln. Prüfe deine staatlichen Gesetze, bevor du CBD online bestellst. In Deutschland ist es glücklicherweise legal, aber in unserem Nachbarland Österreich beispielsweise sieht die Rechtsgrundlage noch anders aus. Wenn Marihuana in deinem Land nicht gesetzlich erlaubt ist, ist auch das CBD oftmals nicht legal.

Abgesehen davon sind die Chancen, dass die Polizei an deine Tür klopft, wahrscheinlich ziemlich gering… Der Versand von CBD über Staatsgrenzen hinweg kann dich oder dein Geschäft rechtlich in Gefahr bringen. Ich hoffe, dass sich das ändern wird, denn es ist ein irrationaler, schädlicher Missstand.

Nur 6% des CBD Öls wird aufgenommen?

Kommen wir nun zu der Frage, wie man es einnehmen sollte (nehmen wir mal an, du hast dein erstes CBD erhalten). Die Herausforderung ist, dass deine Leber CBD sehr gut abbauen kann – so gut, dass, wenn du CBD schluckst, nur etwa 6% der eingenommenen Menge dein Gehirn erreicht [14]. Das erklärt, warum die Personen in den Angststudien 400-600 mg CBD-Extrakt schlucken mussten, um eine echte Wirkung gegen Angst zu spüren. Eine Einzeldosis dieser Grösse würde dich etwa 84 EUR kosten.

Wie sieht es mit dem Rauchen aus?

Das Rauchen von Tabak oder Gras ist wegen der Verbrennungsnebenprodukte eine schlechte Idee (obwohl Nikotin und die aktiven Bestandteile von Marihuana nützlich sind). Wenn du etwas rauchst, erreicht es schnell dein Gehirn, ohne durch die Leber zu gehen. Das ist gut für CBD – seine Bioverfügbarkeit springt von 6% bei oralem Verzehr auf 31% beim Rauchen [15]. Warum Rauchen aber wirklich keine gute Idee ist liegt daran, dass man alle Arten von Giftstoffen und Karzinogenen sowie THC ebenfalls einatmet. Marihuana Rauch enthält auch Apigenin, eine östrogene Verbindung, die deine Hormone durcheinander bringen kann [16][17]. Der andere Nachteil ist, dass es beim Rauchen sehr schwer zu kontrollieren ist, wie viel CBD man bekommt. Eine niedrige Dosis CBD kann dich wacher machen, aber eine etwas höhere Dosis kann dich schläfrig machen. Kurzum, vergiss einfach den Gedanken des Rauchens. Gesundheitsförderlich ist es nicht.

Kann man den Rauch irgendwie gesünder machen?

Nein. Rauche am besten nichts. Vaping kommt auch mit einem ganzen Sack voller Probleme. Lass deine Lungen vorerst außen vor. Die beste Option, um das CBD zu bekommen, ist die Suche danach:

– CBD Öl unter der Zunge zergehen lassen

– CBD zum Auftragen

Es ist immer noch schwierig, die Dosis beim Verdampfen von CBD-Extrakt zu kontrollieren, aber wenn du ein wenig nachrechnest, kannst du es vielleicht herausfinden. Du wirst einen Diffuser benötigen, der speziell für Öle hergestellt wurde.

Mein Gesamturteil: CBD ist fantastisch…lerne es richtig einzusetzen

Nach vorsichtiger Abwägung der Wirkung und Nebenwirkungen von CBD Öl bin ich zu dem Entschluss gekommen es in meine Biohacking Toolbox mit aufzunehmen. CBD kann deine Wachsamkeit erhöhen, dir beim Schlafen helfen und dich weniger ängstlich machen. Es könnte sogar als Antioxidans wirken und dein Gehirn vor Schäden schützen. Achte nur darauf, dass du es richtig einnimmst. Um Pestizide und Düngemittel zu vermeiden, wähle Bioqualität. Wenn du bereit bist, dir die Mühe zu machen, könnte CBD eine vorteilhafte ergänzende Maßnahme sein. 

Quellen

[1] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2866040/
[2] www.ncbi.nlm.nih.gov
[3] https://www.researchgate.net/profile/Eric_Murillo-Rodriguez/publication/23558918_The_nonpsychoactive_Cannabis_constituent_cannabidiol_is_a_wake-inducing_agent/links/54579f650cf2bccc49111122.pdf
[4]http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7028792
[5]http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7028792
[6]http://www.druglibrary.org/crl/movement/Cunha%20et.al%2080%20Epilepsy_%20Pharmacol.pdf
[7]http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4157067/
[8]https://www.researchgate.net/profile/Fabio_Duran/publication/46191395_Neural_basis_of_anxiolytic_effects_of_cannabidiol_%28CBD%29_in_generalized_social_anxiety_disorder_a_preliminary_report/links/00b7d51e96c6f20ffe000000.pdf
[9]http://www.nature.com/npp/journal/v36/n6/full/npp20116a.html
[10]http://www.europsy-journal.com/article/S0924-9338(09)70440-7/abstract
[11]http://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S1516-44462010000100011&lng=en&nrm=iso&tlng=en
[12]http://www.google.ca/patents/US6630507
[13]http://www.google.ca/patents/US6630507
[14]http://pharmrev.aspetjournals.org/content/38/1/21.short
[15]http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2937482/
[16]http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6296360
[17]http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0041008X06000093

Share
Share on facebook
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on twitter

Die neuesten Biohacking Tipps direkt in dein Postfach

Wenn du dir die Zeit sparen willst die neuesten Erkenntnisse und Tipps nicht selber zu recherchieren, dann melde dich jetzt kostenfrei an

Wir nutzen Cookies und Pixel um Dir die bestmögliche Browsing-Erfahrung zu bieten. Die mit Hilfe von Cookies und Pixeln gesammelten Daten werden zur Optimierung unserer Webseite genutzt. Durch die weitere Nutzung unserer Seite willigst du in die Nutzung dieser Cookies ein. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutz- und Cookie-Richtlinie.