Astaxanthin – das stärkste Antioxidans der Welt

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Astaxanthin ist ein natürlicher Farbstoff der zur Gruppe der Carotinoide gehört. Astaxanthin bedeutet übersetzt so viel wie “gelblicher Hummer”. Er findet sich natürlich in Algen, Krustentieren und Fischen. So ist er zum Beispiel für die charakteristische Färbung des Lachses verantwortlich. Astaxanthin ist ein chemischer Zellschutz.

Warum ist Astaxanthin wichtig?

Tagtäglich entstehen in deinem Körper zahlreiche kleinere Zellschäden, die durch Oxidation verursacht werden. Antioxidantien helfen dabei diese Zellschäden abzufedern.

Deshalb hat Astaxanthin folgende Aufgaben:

  • Astaxanthin schützt deine Zell-, Gen- und Bindegewebsstrukturen
  • Astaxanthin hilft die Oxidation in deinem Körper zu regulieren

Was ist Oxidation?

Mit jedem Atemzug atmest du Sauerstoff ein, um Energie zu erzeugen und die aufgenommene Nahrung zu verstoffwechseln. Damit das möglich ist, muss der Sauerstoff in eine biologisch aktive Form überführt werden. Wird Sauerstoff zur Energieproduktion in Form von Wärme freigesetzt, spricht man von Oxidation.

Wie funktioniert Oxidation?

Angenommen wir befinden uns in einer Firma, die Metalle verarbeitet. Rohmaterialen werden dabei zu Produkten verarbeitet. Das Metall wäre unsere Nahrung und der Sauerstoff wäre das Schweißgerät. Damit verschiedene Metalle miteinander verbunden werden, müssen die Metalle auch verschweißt werden. Dabei entsteht beim Schweißen viel freigesetzte Energie. Um die Energie zu begrenzen gibt es verschiedene Schutzmechanismen. Man kann zum Beispiel den Strom des Gerätes regulieren. Dein Körper regelt auf zellulärer Ebene die Sauerstofffreisetzung ebenfalls schrittweise. Wird nun eine Schweißnaht gesetzt entstehen dadurch Funken, die zum Teil auch auf die umliegenden Materialien landen. Etwas ähnliches passiert auch in deinem Körper, wenn Sauerstoff als Energieträger verwendet wird. Bei jeder biologischen Oxidation, die auch bei der Verbrennung von Nährstoffen stattfindet wird Energie freigesetzt. Durch diese Energiefreisetzung entstehen im Körper ebenfalls Funken – man nennt sie u.a. freie Radikale und Peroxide. Damit diese “Funken” die im Körper durch Oxidation entstehen, keinen Schaden anrichten, gibt es Antioxidantien.

Zusätzlich gibt es noch andere Belastungsfaktoren wie Hochleistungssport, UV-Strahlung, Entzündungen oder Infektionen, die zu erhöhtem oxidativen Stress führen. Je höher und stärker diese Belastungen sind, desto wichtiger ist ein funktionierendes System an Antioxidantien.

Was ist oxidativer Stress?

Die Bildung von freien Radikalen und Peroxiden ist lebensnotwendig für deinen Stoffwechsel. Es entstehen dabei aber auch kleinere Schäden für den Organismus. Eine gesunde Körperzelle erleidet pro Tag 10.000 radikalinduzierte Veränderungen am genetischen Material. Durch Antioxidantien und Reparaturenzyme können diese aber teilweise wiederhergestellt werden. Zum Teil sind diese Veränderungen sogar wichtig, da dadurch langfristig Mutation entsteht. So kann sich dein Körper langfristig und Schritt für Schritt an seine Umweltbedingungen anpassen. Kippt jedoch das Gleichgewicht in Richtung der Schäden, so kommt dein Körper in den Zustand des “oxidativen Stresses”. Ist das nur von kurzer Dauer, so begrenzen deine antioxidativen Schutzsysteme den Schaden. Hält der oxidative Stress aber länger an oder fehlt es dir an Schutzstoffen kommt es zu einer Zellzerstörung.

Vom oxidativen Stress zur Erkrankung?

Die langfristige Zellzerstörung führt schlussendlich zu einer Erkrankung. Welche Erkrankung entsteht hängt von vielen Faktoren ab.

  • Welche Art von freien Radikalen freigesetzt werden
  • Auf welchem Energieniveau sich die Freisetzung befindet
  • Wo diese freien Radikale freigesetzt werden
  • Wodurch der oxidative Stress verursacht wird

Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien sind Schutzstoffe, die deinen Körper vor dem Angriff aggressiver Radikale und Peroxide schützen. Man bezeichnet sie auch als Scavenger oder Radikalfänger. Antioxidantien sind Nährstoffmoleküle, die schneller mit Radikalen reagieren als biologische Strukturen. Seit Millionen von Jahren führt der Mensch Antioxidantien aus der Nahrung zu sich, um seine antioxidativen Schutzsysteme aufrecht zu erhalten. Viele Lebensmittel sind gesund, weil sie Antioxidantien enthalten. Zu den bekannten Antioxidantien zählen zum Beispiel Vitamin C, Carotinoide und Vitamin E.

Warum gibt es verschiedene Antioxidantien?

Wenn Energie im Körper erzeugt wird, erfolgt die Freisetzung des Sauerstoffs nicht explosionsartig, sondern stufenweise. Das wird vom Körper fein reguliert, damit die Energie portionsweise freigesetzt wird. Auf jeder Stufe befindet man sich auf einem anderen Energieniveau. Deshalb gibt es für jedes Energieniveau passende Antioxidantien. Vitamin E ist zum Beispiel stärker antioxidativ als Vitamin C. Je höher das Energieniveau ist, desto höher sind die entstandenen Schäden, falls keine Antioxidantien den Schaden begrenzen. Trotzdem kann der Schaden von den jeweiligen Antioxidantien nur auf dem entsprechenden Energieniveau abgefangen werden. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Antioxidantien und deshalb ist es auch wichtig, dass du deine Nahrung abwechslungsreich gestaltest. So kannst du sicher gehen, dass du mit allen Antioxidantien gut versorgt bist.

Wo findest du Antioxidantien?

Damit du deine Ernährung abwechslungsreich gestalten kannst, gebe ich dir hier einige Tipps wo du Antioxidantien finden kannst.

  1. Frisches Obst und Gemüse

Frisches Obst und Gemüse sind besonders reich an Vitamin C und Carotinoiden. Du deckst deinen täglichen Bedarf durch zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse. Dabei kannst du ruhig auf deine Intuition vertrauen und essen was dir schmeckt. Achte nur darauf, dass du dich abwechslungsreich ernährst. Als Faustregel gilt folgendes: Je kräftiger die Farbe vom Obst oder vom Gemüse ist, desto höher ist der Gehalt an Antioxidantien.

  1. Pflanzenöle

Pflanzenöle sind reich an Vitamin E und polyphenolische Antioxidantien. Du kannst sie zum Beispiel dazu verwenden, um deinem Salat das gewisse Extra zu geben. Du kannst viele verschiedene Öle, wie zum Beispiel Hanföl, Erdnussöl oder Olivenöl verwenden. Achte aber beim Einkauf darauf, dass die Öle kaltgepresst wurden und du keine raffinierten Öle einkaufst. Diese Öle sind stark verarbeitet und beinhalten deshalb weniger wertvolle Nährstoffe.

  1. Tee und Kaffee

Tee und Kaffee zählen mit seinen zahlreichen Polyphenolen ebenfalls zu den antioxidativen Lebensmitteln. Studien haben herausgefunden, dass drei bis vier Tassen Kaffee am Tag, oxidative DNA-Schäden vorbeugen kann.[1]

  1. Rotwein

Rotwein enthält ebenfalls Polyphenole wie z.B. Resveratrol. Durch seine antioxidative Wirkung schützt er vor Herzinfarkten und Atherosklerose. Damit du einen gesundheitlichen Nutzen davon hast, solltest du aber nicht mehr als zwei Gläser Rotwein täglich trinken.

  1. Kakao

Reiner und natürlicher Kakao gilt als gesunde Quelle für Antioxidantien. Zusätzlich wirkt sich Kakao aufgrund des enthaltenen Dopamins auch positiv auf deine Stimmung aus. Reiner Kakao enthält fast keinen Zucker. Deshalb solltest du beim Schokoladenkauf auch eher zu den bitteren Sorten tendieren, da diese mehr Kakao enthalten.

Welche gesundheitlichen Vorteile hat Astaxanthin?

Astaxanthin ist ein potentes Antioxidans aus der Gruppe der Carotinoide. Studien haben ergeben, dass Astaxanthin viel stärker ist als herkömmliche Carotinoide. Aus diesem Grund gilt es als starkes Antioxidans zum Zellmembranschutz.[2]

Antioxidative Wirkung

Astaxanthin beugt vor allem Zellschäden vor, welche durch freie Radikale oder UV-Licht entstehen. Dadurch wird die vorzeitige Zellalterung verhindert.

Entzündungshemmende Wirkung

Da Entzündungen auch durch oxidativem Stress begünstigt werden, schützen Antioxidantien ebenso davor. Dadurch kannst du dein Immunsystem stärken. Astaxanthin hemmt zusätzlich die Freisetzung von Entzündungsbotenstoffe.

Diabetes

Der erhöhte Blutzuckerspiegel führt bei Diabetikern ständig zu oxidativem Stress. An Mäusen konnte Astaxanthin diese schädigenden Prozesse verhindern. Zusätzlich senkt Astaxanthin den Blutdruck und verbessert den Glucose-Stoffwechsel bei Diabetikern.[3]

Neuroprotektive Wirkung

Freie Radikale sorgen auch im Gehirn für funktionelle Einschränkungen. Studien haben herausgefunden, dass Astaxanthin das Gehirn vor oxidativem Stress schützt.[5] Astaxanthin kann die Konzentration erhöhen und verringert den kognitiven Abbau. In neueren Forschungen untersucht man gerade die Wirkung in Bezug auf Erkrankungen wie Parkinson oder Demenz.

Makuladegeneration

Da Astaxanthin den Carotinoiden ähnelt, hat es auch eine Wirkung am menschlichen Auge. Carotinoide unterstützen den Sehvorgang und schützen vor Nachtblindheit oder der Makuladegeneration. bei einer frühen Diagnose der Makuladegeneration können Astaxanthin und andere Antioxidantien den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. [6]

Wo findest du Astaxanthin?

Astaxanthin ist vor allem in Meerestieren und Algen vorhanden. Hier findest du eine Auswahl an Lebensmitteln, die du in deiner Ernährung einbauen kannst. So kannst du sicher gehen, dass du genug Astaxanthin aufnimmst.

  • Lachs
  • Garnelen
  • Krabben
  • Algen
  • Hummer
  • Forelle
  • Kaviar
  • Karotten
  • roter Paprika

Wie wirkt Astaxanthin?

Freie Radikale schädigen die Körperzellen, indem sie den körpereigenen Molekülen ein Elektron entreißen. Dadurch wird dieses Molekül ebenfalls zu einem Freien Radikal, wodurch eine Kettenreaktion ausgelöst wird, welche zum Zusammenbruch einer lebenden Zelle führt. Astaxanthin kann Radikale neutralisieren und somit diese Kettenreaktion und die schädigende Auswirkung unterbrechen.

Wichtig zu wissen ist, dass Schäden durch freie Radikale mit dem Alter ansteigen, wodurch die Zufuhr Antioxidantien wie Astaxanthin mit fortschreitendem Alter immer wichtiger wird.

Astaxanthin liefert aufgrund seiner Struktur einen einzigartigen Zellschutz, wodurch Astaxanthin wesentlich besser vor oxidativem Stress schützen kann. Dadurch kann es freie Radikale in allen Zonen der Zelle und im Plasma neutralisieren. Dadurch unterscheidet es sich stark zu anderen Antioxidantien, die meistens nur auf einer Seite der Zellmembran wirken.

Astaxanthin hat auch den höchsten ORAC (Oxygen Radical Absorbance Capacity) Wert aller bisher gefundenen antioxidativen Substanzen. ORAC ist eine Methode, um die antioxidative Kraft gegen der Radikalbildung messen zu können.

Was ist für dich im Zusammenhang mit Astaxanthin und Antioxidantien wichtig?

Zahlreiche Stoffe und Umweltfaktoren verursachen oxidativen Stress. Zahlreiche Stoffe schützen dich davor und helfen dir, damit du gesund bleiben kannst. Astaxanthin ist ein sehr starkes Antioxidans und hat auch besondere Eigenschaften. Du kannst es in Form von Kapseln einnehmen oder deinen Bedarf über die Ernährung decken. Wenn du es schaffst, dass du die oben genannten Lebensmittel öfter in deiner Ernährung aufnimmst, so kannst du von den Vorteilen von Astaxanthin profitieren. Zusätzlich bekommst du auch noch zahlreiche andere antioxidativ wirkende Nährstoffe frei Haus geliefert. In Summe ist es immer besser seinen Lebensstil bzw. seine Ernährung zu ändern als einzelne Stoffe in Form von Kapseln oder Pulver zu supplementieren. Vielleicht hat dir dieser Artikel geholfen, dass du nun weißt was Astaxanthin macht und wie du den oxidativen Stress in deinem Körper verringern kannst.

Quelle 

[1]https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/mnfr.201100093

[2]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29690549/

[3]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29384321/

[4]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3917265/

[5]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6117702/

[6]https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17716735/

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