Weibliche Hormone – Wie wir sie als Superpower für uns nutzen

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Weibliche Hormone – glaubst du, dass sie ein Nachteil für deinen Erfolg sind? Im Alltag fühlen wir uns oft gestresst oder sogar als Versager, weil wir das Gefühl haben “ich krieg es einfach nicht so hin, wie andere”. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und wurden zum Teil darauf konditioniert zu glauben, dass wir nur erfolgreich sind, wenn wir ständig aktiv und produktiv sind.

Bist du das? “Wieso haben manche Leute so viel Energie, wieso scheint ihnen einfach alles zu gelingen? Und wieso habe ich dagegen das Gefühl die Kontrolle verloren zu haben…”

Keine Sorge, dann ist dieser Artikel für dich! Du bist keinesfalls “eine Versagerin”, nicht unproduktiv oder gar unfähig. Meine Vermutung: Du lebst nicht im Einklang mit deiner Superpower: Du nutzt deine weiblichen Hormone noch nicht zu deinem Vorteil.

In diesem Artikel lernst du:

  • 4 Mythen über unsere weiblichen Hormone
  • Wie du als Frau deine Hormone als Superpower nutzen kannst
  • Wie du deine Essgewohnheiten und deine Workouts an deinen Zyklus und die damit verbundenen Hormonschwankungen anpasst

4 Mythen über unsere weiblichen Hormone

Empfindest du deine Periode als “nervig”? Schämst du dich sogar manchmal, dass du eine Frau bist (du weißt schon, ständig Probleme)? Dann solltest du mit solchen negativen Gedanken schnellstens aufhören – du schadest dir nur selbst. Der weibliche Zyklus ist einer der faszinierendsten Geschenke der Natur. 

Leider sind viele von uns damit aufgewachsen die Periode als “lästig” zu empfinden, sich als “schwächeres Geschlecht” zu fühlen. Hier die häufigsten 4 Mythen, die es gilt aufzudecken:

1. Wir glauben PMS gehört zur Periode irgendwie dazu

Stimmungsschwankungen, Völlegefühl, depressive Verstimmungen,… diese Dinge führen dazu, dass du unnötig leidest. Die Wahrheit aber ist, dass dein Körper verzweifelt versucht dir zu sagen, dass dein Hormonsystem nicht in Balance ist. Experten gehen davon aus, dass PMS zum Beispiel durch eine ungünstige Ernährung ausgelöst werden kann. Das kann zum Beispiel durch schlechten Kaffee, Zucker oder einer fettfreien Ernährung geschehen. Je länger ein PMS unbehandelt bleibt, desto höher ist das Risiko Krebserkrankungen, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln. Es ist wichtig sich mit den 4 Phasen deines Zyklus auseinanderzusetzen und diese gezielt zu unterstützen. Deine Ernährung ist hier wohl eine der effektivsten Dinge, die dir helfen eine Hormonbalance herzustellen.

2. Wir glauben Krämpfe sind unvermeidbar

Mehr als die Hälfte aller Frauen gibt an, dass sie zumindest an 1 bis 2 Tagen aufgrund ihrer Periode Schmerzen verspüren. In Wahrheit musst du aber nicht an Krämpfen leiden. Hormone, die in Balance sind “produzieren” keine Krämpfe. Auch hier kann ein Leben nach den 4 Phasen deines Zyklus helfen!

3. Wir glauben die Pille hilft die Periode zu regulieren

Die meisten Frauen die die Pille nehmen glauben, dass sie noch eine normale Menstruation haben. Die Wahrheit aber ist, dass du mit der Pille deinen Eisprung hemmst. Ohne den Eisprung gibt es keine wirkliche Periode. Dabei handelt es sich eigentlich um eine sogenannte Abbruch- oder Hormonentzugsblutung. Diese Blutung verläuft meistens schwächer, kürzer und weniger schmerzhaft als eine normale Blutung. 

Die Pille greift stark in deinem Hormonhaushalt ein. Dazu ist zu verstehen, wie Hormone funktionieren: Sie dienen als Signalmoleküle, die in den Blutkreislauf abgegeben werden, um dann von Zellen aufgenommen zu werden, die die entsprechenden Hormonrezeptoren besitzen. Da sie über den Blutkreislauf transportiert werden, wirken sie NIEMALS lokal, sondern im gesamten Körper. 

Hormone dienen also zur Kommunikation in unseres Körper. Weibliche Hormone sind als Kommunikationsübermittler zu verstehen, die unserem Körper sagen gewisse Dinge in gewissen Phasen unseres Zyklus zu tun. Im Grunde ist es die Aufgabe der Pille diese Kommunikation zu verhindern. Und das kann auf Dauer ziemlich krass negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Weitaus schlimmer, als eine unregelmäßige Periode.

Informiere dich also gut, warum du die Pille nimmst und sei dir der Konsequenzen bewusst. Es ist das Recht jeder Frau Zugriff auf die Pille zu haben – sie hat vieles ermöglicht. Nur leider greifen viele aus den falschen Gründen zu ihr. Verstehe deinen Körper und fälle eine informierte Entscheidung!

4. Wir glauben es ist nicht notwendig eine Periode zu haben

Ein normaler Zyklus mit einer normalen Blutung wirkt sich langfristig positiv auf deine Gesundheit aus und ist ein wichtiges Zeichen von Gesundheit für Frauen. Sie schützt zum Beispiel vor Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz. In gewisser Weise ist ein gesunder Zyklus und eine Monatsblutung auch eine gewisse Art von Reinigung des Körpers. 

Zusammenfassung:

  • Es ist wichtig einen echten weiblichen Zyklus zu haben
  • Wenn wir an PMS oder einer unregelmäßigen Periode leiden, sollte die Antwort darauf sein auf seinen Körper zu hören und Hormone in Balance zu bringen, nicht aber zur Pille zu greifen
  • Weibliche Hormone, die in Balance sind sind ein Zeichen von Vitalität/Gesundheit

So, nachdem wir nun diese Mythen aufgeklärt haben, können wir endlich zum spannenden Teil kommen…

Wie kannst du nun deinen Zyklus und die weiblichen Hormone als Superpower nutzen?

Weibliche Hormone als Superpower nutzen? So geht’s!

Wenn deine weiblichen Hormone in Balance sind kannst du dir diese zu deinem Vorteil nutzen:

  • Hab mehr Kreativität
  • Strotze vor Energie
  • Nutze die Zeiten deiner Zyklusphasen strategisch und schaffe mehr
  • Fühl dich weniger gestresst
  • Sei zufriedener & gesünder
  • Fühl dich, wie die beste Version deiner selbst!

Wie das ganze? Indem du diese 4 Schritte befolgst:

  1. Kenne den Status deiner Hormone. Teste deine Hormone (DUTCH test)
  2. Lebe nach dem 28-Tage-Zyklus und nicht nach der 24-Stunden-Uhr
  3. Plane dein Essen & deine Workouts auf Basis deines Zyklus

1. Sind deine weiblichen Hormone in Balance? Teste deine Hormone

Als Biohacker arbeiten wir mit unseren Daten und finden Wege diese zu verbessern. Es ist wichtig zu wissen, ob deine Hormone in einer optimalen Symphonie zusammenspielen oder jemand das Taktgefühl verloren hat.

Wenn du unter den typischen Symptomen wie Krämpfen, einer unregelmäßigen Periode, einer sehr starken/schwachen Periode, Akne, Verstimmungen etc leidest ,sind diese ein sicheres Zeichen für eine Dysbalance deiner weiblichen Hormone sind. In jedem Fall solltest du dich dann mit deinem Gynäkologen beraten lassen!

Auch wenn du keine dieser Symptome hast, würde ich dir empfehlen regelmäßigen einen Check-in zu machen und ein Statusupdate festzustellen. Denn es ist immer der beste Weg Daten über sich und seinen Körper über einen Zeitraum zu sammeln, um dann Schlüsse ziehen zu können. Wenn du so einen Check machen möchtest empfiehlt sich ein sogenannter DUTCH Test.

2. Lebe nach dem 28-Tage-Zyklus und nicht nach der 24-Stunden-Uhr

Biochemisch gibt es bei Männern und Frauen einen erheblichen Unterschied: Männer besitzen 365 Tage im Jahr die gleichen täglichen “Hormonschwankungen” im 24 Std Rhythmus.

Bei Frauen ist der Zyklus etwas komplexer und richtet sich nach 4 Phasen: Die Follikelphase, die Ovulationsphase (der Eisprung), die Lutealphase, und die Menstruationsphase. Ein normaler, physiologischer Zyklus dauert ca. 28 Tage.

Experten wissen: Deine Stimmung, deine Energie und sogar deine Produktivität hängen davon ab, in welchem Tag des Zyklus du dich gerade befindest. Der Zeitpunkt um sich fit für soziale Kontakte zu fühlen ist nicht immer der Zeitpunkt an dem die “Happy Hour” startet. Und während Männer am Abend eher abschalten wollen und es sich gemütlich machen, ist das bei Frauen an eine bestimmte Zeit im Monat gekoppelt (die Menstruationsphase). Deshalb kann es ein absoluter AHA Moment sein, nach seinem Zyklus zu leben und sich “im FLow” zu fühlen. Plötzlich schaffst du mehr im Monat mit weniger Energie und Zeit, plötzlich hast du bessere Laune und bist eine nettere Version deiner selbst. Nutze Biohacking für dich, um mit alten Vorurteilen und limitierenden Glaubenssätzen aufzuräumen und an dich zu glauben.

Nutze die Vorteile deines Zyklus

Die zwei effektivsten Veränderungen, die mir geholfen haben, war meine Ernährung und mein Workout Programm an meinen Zyklus anzupassen. Hier liest du wie!

3. Ernährung, die deinen weiblichen Hormonen gefällt

Phase I: Follikelphase – der innere Frühling

Dein Stoffwechsel ist hier etwas langsamer als gewöhnlich. Deshalb ist es gut deine Leber zu unterstützen, indem du viele frische Nahrungsmittel zu dir nimmst. Ich achte ebenfalls genug Ballaststoffe zu mir zu nehmen, um Östrogen täglich aus dem Körper zu transportieren.

Iss zum Beispiel: Salate, grüne Säfte, Rohkost, Sprossen, und fermentierte Lebensmittel (Hallo Sauerkraut, Kefir..).

Phase II: Ovulationsphase – innerer Sommer 

Stelle auch in dieser Phase sicher, dass du Östrogen täglich aus deinem Körper beförderst. Bleib bei leichterer Nahrung: Iss viel Frisches, leichte Kohlenhydrate und Antioxidantien.

Phase III: Lutealphase – der innere Herbst

In dieser Phase benötigen wir Frauen mehr Kalorien und du solltest hier auf deinen Körper hören! Hier bekommen wir Frauen oft Heißhungerattacken (gerade, wenn es auf die Woche vor der Monatsblutung zugeht). Wie kannst du dem entgegenwirken? Indem du auf hochwertige Nahrung achtest (gesunde Fette). Kohlehydrate wie Süßkartoffeln sind ebenfalls super, um satt zu halten und in keine Zuckerfallen zu tappen. Achte darauf, deinem Körper genug Vitamin B zu liefern.

Phase IV: Menstruation – der innere Winter

Zeit zu Ruhen! Wir sehnen uns oft nach mehr warme Nahrung und Suppen eignen sich hervorragend. Fokussiere dich darauf deinem Körper genug Proteine, gesunde Fette und Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index zuzuführen.

Meeresfrüchte, fettiger Fisch, Nori sind tolle Mittel, um dir wichtige Mineralien wie Eisen und Zink zu liefern.

Eine Ernährung, die dein hormonelles Gleichgewicht unterstützt ist nicht nur eine tolle Möglichkeit für mehr Energie und Wohlbefinden, sondern auch eine effektive Anti-Aging Strategie. Mehr zum Thema Anti-Aging Ernährung kannst du in diesem Artikel nachlesen.

4. Sport

Phase I: Follikelphase – der innere Frühling

Die Follikelphase eignet sich besonders, um neue Trainingseinheiten anzugehen! In dieser Phase hast du immer mehr Energie und Studien haben gezeigt, dass Frauen hier am besten Muskeln aufbauen können (gegen Mitte deines Zyklus)(6) (7). 

Phase II: Ovulationsphase – innerer Sommer 

In diesen Tagen erfährst du ein “Energie- & Motivations-High” – Setze diese Energie für ein hartes Workout ein wie z.B. einem HIIT Workout.

Phase III: Lutealphase – der innere Herbst

Zu Beginn dieser Phase hast du noch recht viel Energie und kannst diese zum Beispiel für etwas weniger intensives Training nutzen (denk an langsames Krafttraining). Studien haben gezeigt, dass Frauen nicht die gleichen sportlichen Ergebnisse erzielen wie in der Follikel- oder Ovulationsphase. Stress dich also nicht! Passe dein Workoutplan einfach an und wenn dir eher nach Pilates oder Yoga ist, dann höre auf deinen Körper und quäl dich nicht zu einem Workout.

Phase IV: Menstruation – der innere Winter

In dieser Phase hast du deine Monatsblutung. Das ist die Zeit, um sich auszuruhen und zu entspannen. Arbeite MIT deinem Körper: Yin Yoga, Spaziergänge, ein leichtes Workout, wenn dir danach ist. Wenn du dich hier zwingst ein Workout zu absolvieren, wie in anderen Phasen, dann kann das wirklich kontraproduktiv sein. Ich nutze die Phase für meine Self-Care Routine!

Zusammenfassung

Weibliche Hormone sind wahnsinnig Mächtig und wenn du mit ihnen im Einklang lebst, bist du glücklicher, energetischer und einfach die Version, die du dir vielleicht gerade wünscht zu sein.

  • Lerne die Vorteile deines Zyklus lieben -lebe nach den 4 Zyklusphasen
  • Die jeweilige Zyklusphase wirkt sich darauf aus, wie du auf Umwelteinflüsse reagierst und welche Ernährung in der jeweiligen Phase gerade einen gesundheitlichen Vorteil für dich hat.
  • Die 4 Phasen deines Zyklus wirken sich ebenfalls auf dein Energielevel aus und welches Workout für dich geeignet ist

Abschließend ist es wichtig zu erwähnen darauf zu achten die wichtigsten Mineralien und Nährstoffe zu sich zu führen, die wichtig sind, um all unsere Hormone bilden zu können und unsere hormonellen Prozesse zu unterstützen. Welche Supplemente wir als Frauen kennen und vielleicht einnehmen sollten kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Quellen

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4335177/
[2] https://nypost.com/2016/08/06/women-are-dying-because-most-medical-research-is-done-on-men/
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4236309/
[4] https://academic.oup.com/cercor/article/28/8/2959/4996558
[5] https://scholar.google.co.nz/citations?user=xrYMd00AAAAJ&hl=en
[6] Hill, Sarah E. “Wie uns die Pille verändert” – Heyne Verlag 2020.
[7] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3428887/
[8] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23439798/
[9] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22776870/
[10] https://experts.umn.edu/en/publications/menstrual-cycle-and-basal-metabolic-rate-in-women


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