Pickelmale- Wie kannst du dagegen vorgehen?

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Nun hast du es endlich hinter dir. Die Akne oder die lästigen Pickel sind abgeheilt! Doch was bleibt sind Andenken in Form von dunklen Pickelmale, die hartnäckig das Hautbild stören. In diesem Artikel erfährst du wie sie entstehen und was du dagegen tun kannst.

Was sind eigentlich Pickelmale?

Wenn du schon mal Pickel gehabt hast oder sogar unter Akne gelitten hast, kennst du Pickelmale vielleicht. Auf fachchinesisch heißen die Pickelmale postinflammatorische Hyperpigmentierung. Dabei handelt es sich um rötlich bis bräunliche verfärbte Hautstellen, die nach einer Entzündung auf der Haut zurückbleiben.

Sie haben aber – anders als Pickel – keine Erhebungen und sind schmerzlos. Nichtsdestotrotz können sie aber zu einem echten Beauty-Problem für viele Betroffene werden. Denn nach der Regeneration bleibt ein unregelmäßiges Hautbild über. Das kann auch nach der Erkrankung noch für erhebliche psychische Belastungen bei den Betroffenen sorgen.

Wie entstehen eigentlich Pickelmale?

Inzwischen weißt du schon was Pickelmale sind, aber noch nicht, warum und wie sie sich bilden. Leider kann es bei einer Bildung von Pickeln und Akne dazu kommen, dass sich der betroffene Bereich stark entzündet und es zu Umbaumaßnahmen, sprich Vernarbungen kommt. Die Entzündung heilt aus und es bleibt nur eine dunklere Stelle auf der Haut zurück, die wir da nicht haben wollen. Die Färbung entsteht durch die Produktion von Melanin. Melanin ist das körpereigene Färbemittel, durch das wir auch braun werden, wenn wir uns im Sommer in die Sonne legen. Es bildet sich ein gesunder Teint, der uns vor weiterer Sonneneinstrahlung schützen soll und dadurch Sonnenschäden verhindert. Leider kommt dieser Effekt aber auch bei den Pickelmalen zutage. Das Gewebe wird durch die Bildung eines Pickels verletzt und die Haut wird angeregt vermehrt Melanin zu bilden. So entstehen die typerweise rötlichen und braungefärbten Punkte auf unserer Haut.

Pickelmale und Pickelnarben – Gibt es da Unterschiede?

Pickelmale bilden sich durch einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung, wie es im medizinischen Fachjargon so schön heißt. Verständlich ausgedrückt bedeutet das, dass sich nach einer Entzündung eine Stelle zu sehr anfärbt. Während Pickelmale eben „nur“ Flecken sind, sind Pickelnarben regelrechte Löcher und Unebenheiten in der Haut. Diese entstehen dort, wo einmal ein Pickel gewachsen ist und sorgen für Vertiefungen und Vorwölbungen der Haut.
Beide Erkrankungen sind also durch Pickel hervorgerufen und können leider zu unschönen Veränderungen im Gesicht führen. Das kann auf die Psyche schlagen und einen sehr traurig stimmen. Aber keine Angst! Es gibt gute Möglichkeiten, um die Pickelmale wieder aufzuhellen.

Rote und Braune Pickelmale

Der Farbunterschied der Pickelmale ist auf die stärkere Durchblutung der Haut zurückzuführen. Frische Male weisen dabei eher eine rötliche Färbung auf. Mit der Zeit werden diese bräunlicher. Bei Menschen mit dunklerer Haut ist die Melaninproduktion erhöht. Deshalb haben Menschen mit diesem Hautbild auch eher bräunlichere Pickelmale.

Wie kannst du der Entstehung von Pickelmalen vorbeugen?

Vielleicht kennst du das. Du hast einen wichtigen Termin oder ein Date und plötzlich erscheint unnötigerweise kurz vor diesem wichtigen Zeitpunkt ein Pickel. Es ist natürlich sehr verlockend folgendes zu tun: Den Pickel sofort ausdrücken, anstatt darauf zu warten, dass er selbst verschwindet. Da ist es aber besser, wenn du davon die Finger lässt. Denn, wenn Pickel nicht richtig ausgedrückt werden, entzündet sich diese Stelle. Zurück bleiben rötlich-braune Pigmentflecken. Durch die Abheilung steigt die Durchblutung. Die Gefäße weiten sich und das Farbpigment Melanin lagert sich ein. Melanin sorgt normalerweise für eine gesunde Hautfarbe. Wird das Gewebe allerdings verletzt so kann sich übermäßig viel Melanin an dieser Stelle sammeln. Schlussendlich kommt es dann zu einer unschönen Verfärbung welche schlussendlich zu einem Pickelmal führt. Deshalb ist es wichtig, dass du Pickel richtig und in steriler Umgebung ausdrückst.

Die Entstehung von Pickeln vermindern

Die Ursache von Pickeln ist multifaktoriell. Das heißt es gibt zahlreiche Faktoren, die auf die Entstehung einwirken. Die wichtigsten stelle ich dir nun vor.

Stress

Die Korrelation von Pickeln und wichtigen Terminen ist kein Zufall. Im Prinzip ist die Haut auch nur ein Ausscheidungsorgan. Wenn du gerade zu viel Stress in deinem Körper hast, muss den der Körper irgendwie abbauen. Das geschieht auch in einer Metabolisierung über die Haut. Dadurch entstehen aber auch kleinere Entzündungen, in denen sich Bakterien ansammeln können. Greifst du dir deshalb öfter ins Gesicht (im Schnitt 3 – 4 mal pro Stunde) so vermehrst du die Bakterienmenge in deinem Gesicht was schlussendlich zu einer Bildung von Pickeln führt.

Hormonelles Ungleichgewicht

Akne und damit Pickelmale entstehen auch aufgrund eines Androgenüberschusses im Körper. Während der Pubertät kommt es durch Androgene zu einer gesteigerten Talgproduktion. Die Empfindlichkeit der Talgzellen auf die Androgene ist gesteigert. Die erhöhte Androgenkonzentration ist im Rahmen der Pubertät aber physiologisch. Das heißt du kannst diese erhöhte Konzentration nur senken, wenn du die Pubertät bereits hinter dir hast.

Sind deine Hormone im Ungleichgewicht so braucht es wieder natürliche Wege um diese ins Gleichgewicht zu bringen. Dabei helfen zum Beispiel ausreichend Schlaf und Sport. Über die Ernährung kannst du mit Antioxidantien – also viel Gemüse – den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht bringen. Stressreduktion und clean eating sind weitere Stellschrauben, die du drehen kannst. Eine gesunde Darmflora durch probiotische Lebensmittel und gesunde Fette in Form von Leinöl, Olivenöl und Avocado runden die Maßnahmen ab.

Hygiene

Du kannst jeden Abend beim Abschminken auf eine gründliche Reinigung achten. Verwende nur hochwertige und hautschonende Reinigungsprodukte für deinen Hauttyp. Vermeide unbedingt aggressive Tenside oder Seife. Diese Produkte zerstören den natürlichen Schutzfilm und trocknen die Haut aus. Das wiederum führt zu einer vermehrten Talgproduktion und damit zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von einer Entstehung von Pickeln.

Was tun wenn die Pickel schon da sind?

Die wichtigsten Punkte, welche der Entstehung von Pickelmale vorbeugen sind eine gründliche Pflege, ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung. Vor allem eine zuckerarme Ernährung kann es in sich haben. Denn alles was der Körper nicht braucht wird als Giftstoff wieder ausgeschieden. Das erfolgt u.a. auch über die Haut. Auch Milchprodukte können Verursacher von Pickel sein.

Ernährung und der Zusammenhang mit Pickeln

Mit der Ernährung kannst du für eine verminderte Talgproduktion und eine Senkung der Entzündung im Körper sorgen. Vitamin A bzw. Retinol oder die Vorstufe (Beta-Carotin) sorgen für eine Verringerung der Talgproduktion. Außerdem sollte deine Ernährung Lebensmittel beinhalten, welche IGF-1 senken. IGF-1 ist die Abkürzung für insulin-like growth factor 1. Lehrbücher der Dermatologie definieren Akne als eine Androgen-induzierte Erkrankung des Talgdrüsenfollikels. Das stimmt auch, aber es macht den Anschein, dass Androgene allein nicht die Verursacher von Akne sind. Die Ärzte Deplewski und Rosenfield betonten, dass die Serumspiegel von IGF-1 viel besser zum klinischen Verlauf der Akne korrelieren als die der Androgene. IGF-1 verstärkt die androgene Signalwirkung und sorgt für eine erhöhte Talgproduktion. IGF-1 ist besonders in Milch, gesättigten Fettsäuren und Zucker vorhanden. Wenn du merkst, dass du davon unreine Haut bekommst solltest du darauf verzichten.

Eine Senkung der Entzündung erreichst du durch Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren und Zink. Das heißt du solltest den Schwerpunkt der Ernährung auf Gemüse, Fisch und gesunde Pflanzenöle setzen.

Wie kannst du Pickelmale wieder entfernen?

Nun stelle ich dir einige Maßnahmen vor, die du nutzen kannst, wenn du doch von Pickelmalen geplagt bist.

Pflegecremes

Spezielle Cremes können gegen Pickelmale und Hautverfärbungen entzündungshemmend, antibakteriell und aufhellend wirken. Achte dabei darauf, dass sie Vitamin C und Retinol enthalten. Retinol kann sogar Pickelmale aufhellen. [1]

Zinksalbe

Nach dem Ende der Entzündung lohnt es sich eine Zinksalbe aufzutragen. Zinkoxid beschleunigt die Regeneration und sorgt dafür, dass die Entzündung schneller abklingt. [2] Trag die Salbe einfach auf die betroffenen Stellen auf. Ein weiterer Vorteil von Zink ist die Wirkung als Sonnenschutz. Das beugt ebenfalls Pigmentierungen vor und hilft gegen Pickelmale. Vielleicht hast du schon mal Surfer gesehen, die eine silbrige Creme im Gesicht haben. Diese Cremes enthalten immer Zinkoxid als Sonnenschutz.

Sonnenschutz

Wenn du bereits Pickelmale hast, prägen sich diese durch Sonnenlicht noch stärker aus. Auch frische Entzündungen sollten aufgrund des UV-Lichts nicht der Sonne ausgesetzt sein. Das ist zum Beispiel auch der Grund warum du frische Tätowierungen vor der Sonne schützen solltest. Denn im Grunde sind diese auch Entzündungen und werden durch die Sonne aufgehellt. Das gleiche passiert dann auch bei den abheilenden Pickeln. Setzt du diese Stelle der Sonne aus, so kann daraus ein Pickelmal entstehen.

Achtung! Dies gilt nicht nur für deinen Urlaub sondern idealerweise das gesamte Jahr über. Denn UV-Strahlen gibt es 365 Tage im Jahr.

Peeling

Peelings können helfen um Pickelmale zu entfernen. [3] Achtung! Hier ist darauf zu achten, WELCHE Peelings. Greife zu Fruchtsäurepeelings, Milchsäure, Mandelsäure, Glycolsäure, Lactobionsäure. Durch solche Säuren oder Peelings trägst du abgestorbene Hautzellen ab und regst da auch den Hauterneuerungsprozess an. Wenn die Peelings einen niedrigen Säureanteil aufweisen, kannst du ohne Probleme 1 – 2 Mal pro Woche zu Hause ein Peeling auftragen. Dermatologen also Hautärzte bieten auch eine professionelle Peeling-Behandlung an. Somit kannst du schneller und individueller deine Hautprobleme beseitigen. Im Schnitt benötigst du dazu alle vier Wochen drei bis sechs Behandlungen um die Male loszuwerden.

Laserbehandlung

Mit einem sogenannten Fractional Laser wirst du Pickelmale ganz schnell und effizient los. Durch eine Durchdringung der obersten Hautschicht wird frisches Kollagen produziert und neue Hautzellen entstehen. Da braucht es zwischen zwei bis vier Behandlungen um die Pickelmale zu eliminieren.

Microdermabrasion

Bei einer großen Ausprägung von Pickelmalen oder bei tiefen Aknenarben kannst du eine Microdermabrasion durchführen. Das geschieht beim Kosmetiker oder bei der Kosmetikerin bzw. bei Hautärzten. Die Hautoberfläche wird dabei mit feinen Kristallen abgeschliffen. Um ein sichtbares, wünschenswertes Ergebnis zu erhalten brauchst du mehrere Sitzungen. Dies sollte ausschließlich in der Winterzeit passieren. Als “DIY Alternative” kannst du einen Derma Roller verwenden!

Johanniskrautöl

Johanniskrautöl ist ein Geheimtipp. Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung kannst du das Öl auf frische Pickel auftragen. Dadurch unterstützt und beschleunigst du die Wundheilung und beugst Pickelmale optimal vor. [3]

Pickelmale oder Aknenarben entfernen – wie hoch sind die Kosten?

Bei besonders schweren Fällen werden die Kosten der Narbenbehandlung von Krankenkassen übernommen. Dabei handelt es sich um Narben, die dich psychisch oder physisch stark beeinträchtigen. Meistens werden sie aber als rein kosmetisches Problem angesehen. Die Kosten sind deshalb auch je nach Ausmaß und Behandlung individuell. Du solltest aber auf jeden Fall bei deiner Krankenkasse für eine mögliche Kostenübernahme nachfragen. [4]

Pickelmale und die Psyche – Gibt es da einen Zusammenhang?

Eine Studie hat ergeben, dass Patienten mit Akne und Pickelmalen eine schlechtere Lebensqualität aufweisen, als Patienten die nur unter Akne leiden. Die Pickelmale haben einen negativen Einfluss auf die Selbst-Wahrnehmung. Das äußert sich besonders bei Gruppenaktivitäten. [5]

Nichtsdestotrotz gibt es Lösungen, wie du trotz Pickelmale glücklich sein kannst und nicht unter Einbuße leiden musst. Mach dir klar, dass du mehr bist als die Person mit den Pickelmalen. Bestimmt gibt es in deinem Gesicht auch vieles, dass du wunderschön findest. Vielleicht magst du dich in Zukunft darauf fokussieren, wenn du ein Foto von dir siehst oder wenn du dich im Spiegel betrachtest. Denn dahin wo die Aufmerksamkeit hingeht, gehen auch deine Gefühle hin. Ich traue mich zu wetten, dass es eine ganz schön starke Veränderung mit dir macht, wenn du nur für zwei Wochen auf die schönen Seiten deines Gesichtes und deines Körpers achtest, anstatt dich auf deine Pickelmale zu reduzieren. Denn ein strahlendes Lächeln bleibt bei deinen Mitmenschen und Freunden sicher stärker in Erinnerung als deine Pickelmale.

Quellen

[1] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28917452/
[2] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32335182/
[3] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15484422/
[4] https://www.infomedizin.at/behandlungen/aknenarben-entfernen/#kosten
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5479473/

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